Museum Louvre Abu Dhabi. Das Kunstmuseum ist ein Meisterwerk des französischen Stararchitekten Jean Nouvel.
Photo © Roland Halbe
Innenansicht des Galerieraumes "The Grand Vestibule"
Photo © Marc Domage
Deckenkonstruktion in der Bronze Galerie
Photo © Kiefer GmbH
Fantastisches Lichtspiel auf dem Platz unter der großen Kuppel, die einem "Laubwerk" ähnelt.
Photo © Marc Domage
In der Permanent Galerie wurden die Schlitzauslässe in die Tragkonstruktion der Lichtdecke integriert.
Photo © Marc Domage
Deckenansicht im Raum "Permanent Gallery"
Photo © Kiefer GmbH

Louvre Abu Dhabi

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Lieu
Saadiyat, Emirats Arabes Unis
Année
2017
Coût
1 milliard et +
Client
Tourism Development & Investment Company
Équipe
Ateliers Jean Nouvel Paris, Buro Happold Bath UK

Das Spiel mit Luft und Licht

Das Herzstück des durch den französischen Stararchitekten Jean Nouvel geplanten Gebäudes ist die riesige Kuppel. Sie hat einen Durchmesser von 180 Metern und wiegt mit 7.500 Tonnen fast so viel, wie der Pariser Eiffelturm. Mit den vier außenliegenden Stahl- und den vier innenliegenden Aluminiumschichten sowie der dazwischenliegenden tragenden Stahlkonstruktion, besteht die Kuppel aus insgesamt neun Schichten. Durch die versetzte Anordnung der Schichten ergeben sich 7850 Öffnungen, die in Größe und Winkel variieren. Das Ergebnis sind je nach Lichteinfall wechselnde Schatten an den Wänden und auf den Böden. Verstärkt durch die Reflexion in den Wasserbecken entsteht ein impressionistisches Gesamtkunstwerk aus Licht.

Die Kuppel überspannt die in weiß getünchten Quadergebäude, die die eigentlichen Galerien beherbergen. Diese erinnern in ihrer Anordnung mit Gassen und Plätzen an eine Medina, eine arabische Altstadt. Die gesamte Ausstellungsfläche beträgt 8.600 m².

Vom Projektstart im März 2007 bis zur Eröffnung vergingen gut 10 Jahre. Trotz mehrfacher Verschiebung des Eröffnungstermins ist dies noch immer eine bemerkenswerte Planungs- und Bauzeit für ein solch imposantes Bauwerk, gerade auch im Vergleich zu den europäischen Großprojekten.

Kiefer Schlitzdurchlass INDUL V45 erreicht bestmögliche Raumströmung
Bereits im Herbst 2009 wurden durch "Buro Happold" in Bath, UK Strömungsversuche durchgeführt. In den Galerien sollte trotz der extremen klimatischen Bedingungen der umgebenden Wüste eine bestmögliche Raumströmung gewährleistet werden. Auf Basis dieser Untersuchungen fiel die Entscheidung auf den Schlitzdurchlass INDUL V45 von Kiefer.

In den folgenden Jahren hat Kiefer basierend auf dem, durch den Strömungsversuch festgelegten, Ausblasprofil des INDUL V45 Sonderschlitzdurchlässe entwickelt, um den architektonischen Wünschen und Anforderungen von Jean Nouvel Rechnung zu tragen. Besonders hervorzuheben sind dabei die Auslässe in den Permanent Galerien und den Vestibülen. In den Permanent Galerien sollten die Schlitzdurchlässe in die Tragkonstruktion der Lichtdecke integriert werden. Hierzu waren Sonderauslässe mit Halshöhen >500 mm und Baulängen von zum Teil nur 250 mm erforderlich. Darüber hinaus wurden die Ausblasprofile auf Wunsch des Architekten hochglanzpoliert und die Luftlenkelemente beschichtet.

In den Bronze Galerien und Vestibülen sollten neben den Ausblasprofilen auch die Hälse der Schlitzdurchlässe als in den Raum ragende Rippen sichtbar sein. Hierfür entwickelte Kiefer eigens Strangpressprofile mit einer Höhe von mehr als 500 mm, die auch bezogen auf die jeweilige Gesamtlänge von teilweise mehr als 10 m praktisch keinen Verzug aufweisen durften. Sämtliche Sichtflächen wurden in diesem Fall pulverbeschichtet in RAL 9004, matt, wobei der geforderte extrem geringe Glanzgrad eine weitere Herausforderung darstellte.

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