Federn an der Wand

Martina Metzner
8. December 2021
Der Kalk-Lehm-Feder-Feinputz ist recyclebar, feuerhemmend und leicht zu verarbeiten. (Foto: Treude & Metz)

Treude & Metz vermischt Gänsefedern aus der hauseigenen Bettwarenproduktion mit Kalk und Lehm zu einem Putz. Er dämmt, ist besonders leicht und zudem allergikerfreundlich.

Auf der Suche nach natürlichen Materialien, die in der Baubranche zur Anwendung kommen, hat das Unternehmen Treude & Metz aus Bad Laasphe eine außergewöhnliche Lösung parat, die es früher schon einmal gab: Aus dem Ausschuss der hauseigenen Bettwarenproduktion vermischt das Team die Federn von Gänsen mit Kalk und Lehm und verarbeitet sie so zu einem Putz, der mit besonders vielen Eigenschaften punkten kann. Der Kalk-Lehm-Feder-Putz für Innenräume unter dem Markennamen Anserit, der über Roth Edelputze vertrieben wird, ist vollständig recyclebar, feuerhemmend und leicht zu verarbeiten. Der Feinputz ist als Unterputz (grau bis braun) oder als Feinputz (weiß) erhältlich. Er kann auf Kalkzement-, Zement-, Kalklehm-, Lehmunterputzen und Putzträgerplatten aufgetragen und gestrichen werden.

Durch einen Anteil von Federn, die aus öko-zertifizierter Landwirtschaft stammen, wird der Putz in seinem Gewicht reduziert. Außerdem werden dadurch auch die Schallabsorption und die Dämmung unterstützt. Zusätzlich wirkt der Lehm im Putz feuchtigkeitsregulierend. Das in den Federn enthaltene Keratin ersetzt den sonst gewöhnliche Erdölanteil in Putzen. Obwohl er vollkommen ohne Chemikalien auskommt, ist der Putz dem hohen Kalkgehalt (aus Sumpfkalk) resistent gegen Schimmelbefall. Die Federn stammen von Weidegänsen und nur von toten Tieren, garantiert Treude & Metz. Für den Putz werden die groben und schweren Federn genommen, die sich nicht zur Bettwarenproduktion eignen.

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