Haus Bruno Lambart

Düsseldorf
Foto © Annika Feuss
Foto © Marie Kreibich
Foto © Nidus
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Architekten
Nidus Studio GmbH
Adresse
Zooviertel, Düsseldorf
Jahr
2020
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauaufgabe
Sanierung
Typologie
Mehrfamilienhaus
Größe
550 qm
Baujahr
1955 | 2020

Das 1955 errichtete Mehrfamilienhaus wurde von dem Düsseldorfer Architekten Bruno Lambart geplant und gebaut. Es war sein eigenes Wohnhaus und Sitz seines ersten Architekturbüros zusammen mit Günther Behnisch. Lambart sagte selbst über das Haus, es sei die Grundlage seiner beruflichen Existenz gewesen und sollte in einem Œuvre sein einziges Wohnhaus bleiben. Es befindet sich im Düsseldorfer Zooviertel, einem Stadtteil, der stark unter den Zerstörungen des Krieges gelitten hat und durch zahlreiche Wiederaufbauten der Nachkriegsjahre geprägt ist.

Im Zusammenhang mit diesem Projekt beschäftigten wir uns intensiv mit Stadthäusern aus den Wiederaufbaujahren. Schnell erkannten wir, dass es sich bei diesem Haus um ein besonderes Beispiel handelt. Nicht nur die großflächig verglaste Fassade, die zu der Zeit eher im Bürobau Einsatz fand, prägt das Gesicht des Hauses und setzt sich von seinen Zeitgenossen deutlich ab. Auch in Bezug auf die Grundrisse und die Struktur war es seiner Zeit weit voraus.

Das architektonische Konzept sieht einen respektvollen Umgang mit der vorgefundenen Substanz vor, Erhalt der originalen Stilelemente und Ergänzung von Neuem – das Haus sollte nicht rekonstruiert, sondern weiterentwickelt und den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Die Grundrisse sind mit wenigen Eingriffen in ihrer Substanz erhalten geblieben, besonders setzt sich der großzügige Eingangsbereich und das offene Wohnen mit der großen Fensterfront ab. Im rückwärtigen Bereich wurden in schlichtem Entwurf und einfachen Details über die gesamte Fassade Balkone hinzugefügt, die den Wohnungen zusätzliche Wohnqualität zum Innenhof verleihen. Ein weiteres Stilelement ist das für seine Zeit sehr typische gewendelte Treppenhaus mit Natursteinböden und Treppengeländer mit Kunststoffhandlauf. Bis auf den Handlauf konnte alles original erhalten werden.

Das Farb- und Materialkonzept orientiert sich an dem dunklen Fassadenklinker, hieraus wurde die Stimmung für den Wohnungsausbau, ergänzt durch Möbeleinbauten aus aufgehellter Eiche, abgeleitet. Darüber hinaus wurde das Haus vollständig energetisch saniert, alle Leitungen sowie die Haustechnik wurde erneuert, die Rückfassade sowie das Dach wurden gedämmt. Entstanden ist ein Stadtbaustein mit insgesamt fünf Wohneinheiten, der selbstbewusst seine Geschichte erzählt und den Sprung in die Gegenwart geschafft hat.

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