Drahtseilakt

Martina Metzner
17. März 2021
Das abgeflachte, gürtelähnliche Soft-Touch-Gummiband kann je nach Deckenhöhe von circa zwei bis acht Meter variiert werden. (Foto: Tommaso Sartori)

Für den italienischen Leuchtenhersteller Flos hat das Designerduo Formafantasma bereits 2017 die skulpturale Wandleuchte „WireRing“ gestaltet. Auch bei der Leuchte „WireLine“ folgen die Designer der Idee, das elektrische Kabel als Designelement zu verwenden.  

Während Andrea Trimarchi und Simone Farresin in den vergangenen Jahren vor allem durch künstlerisch-experimentelle Arbeiten aufgefallen sind, arbeiten sie nun an konkreten Produkte. Ihre gestalteten Kommentare unserer Gegenwart sind sehr ästhetisch und werden in der Designwelt gefeiert. 

Bei der neuen Leuchte WireLine fungiert das Stromkabel – umhüllt von einem gummierten Band – als Halterung der Lichtröhre aus Borosilikat. Darin befindet sich ein Diffusor aus opakem Polycarbonat, in dem sich die LED befinden. So strahlt die Röhre gleichmäßig nach allen Seiten mit einer angenehmen Farbtemperatur von 2'700 K. Man kann WireLine als skulpturales Einzelobjekt verwenden, aber auch als Kompositionen mit zwei oder mehreren, ineinander verwobenen Leuchten. WireLine eignet sich daher vor allem für Räume mit hohen Decken wie Hotellobbys und Lofts. Befestigt wird die Leuchte an zwei Deckenrosetten aus Polycarbonat. Zum 45W-LED-Modul (2793 lm, 2700 K, CRI90) können verschiedene Dimmersysteme (Push, 1-10V, Potentiometer, DALI) gewählt werden.

Die gerippten Borosilikatglas-Röhre wird von zwei satinierten Edelstahlelementen fixiert, wovon eines die elektrischen Komponenten aufnimmt. (Foto: Tommaso Sartori)

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