Berührungsfreie Lösungen für Nassräume

Martina Metzner
3. März 2021
In öffentlichen Toilettenanlagen ist Sensortechnik oft bereits Stand der Dinge, andere Bereiche müssen nun nachziehen und aufrüsten. (Foto: Ryutaro Tsukata von Pexels)

Die Verwendung von kontaktlosen Armaturen und Seifenspendern mit Sensortechnologie kann in öffentlichen Toiletten helfen, Krankheitserreger zu minimieren. Hier eine Zusammenstellung aktueller Lösungen.

Schon lange war Hygiene nicht mehr so ein wichtiges Thema wie seit Beginn der Corona-Pandemie. Für viele halböffentliche und öffentliche Bereiche wie Hotels, Büros, Schulen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen wurden neue Hygiene-Konzepte erarbeitet – nun muss umgerüstet werden. Besonders im Fokus stehen digitale und berührungslose Lösungen im Bad für WC und Armatur, mit denen die Übertragung von Krankheitserregern minimiert werden soll.

So bietet etwa Hansgrohe und seine Marke AXOR Elektronik-Armaturen an, die zwei Technologien – Infrarot und EcoSmart – zugunsten einer effizienten Wasser- und Energienutzung verbinden. Die EcoSmart-Technologie ermöglicht einen besonders sparsamen Verbrauch, indem sie den Wasserdurchfluss auf etwa fünf Liter pro Minute begrenzt. Mit Touchfree bietet Dornbracht alle seine Waschtischarmaturen nun mit einer neuen berührungslosen Steuerung an, die auf der Hochfrequenztechnologie basiert. Der Mehrwert: Touchfree kommt völlig ohne sichtbaren Sensor an der Armatur aus und kann – ähnlich einem Bewegungsmelder – auf unterschiedliche Reichweiten eingestellt werden. Hansa bietet mit dem neuen SMART-Modellen Armaturen an, die via Bluetooth und einem integriertem, patentiertem PSD-Sensor präzise aufs Händewaschen reagieren, sodass das Wasser automatisch nur so lange fließt, wie es benötigt wird.

Besonders unsichtbar integriert: Die Sensorfenster im Unterlauf der Armatur AXOR Citterio aus dem Hause Hansgrohe. (Foto: AXOR/ Hansgrohe)
Das eSet-Touchfree ist mit jeder Designserie von Dornbracht kombinierbar. (Foto: Dornbracht)

Zu den vielen Vorteilen eines Dusch-WCs gehört auch, dass sich bei den meisten Modellen der Deckel automatisch öffnet. So wie bei Sensia Arena von GROHE, das außerdem mit einem optionalen Automatic-Flush-Kit die Toilette automatisch spült nach Benutzung. Auch das neu zur ISH digital von Villeroy & Boch präsentierte sensorgesteuerte Spülsystem ProActive+ kann nicht nur berührungslos durch eine einfache Handbewegung in der Nähe des Sensors ausgelöst werden, es spült auch selbstständig. Für Urinale ist das Thema „berührungslos“ ebenso relevant. Geberit bietet ab Juli 2021 das Modell Narva an, das mit einem Sprühkopf ausgestattet ist, auf den Spülrand verzichtet und über eine verdeckte automatische Spülsteuerung verfügt, die als Netz- und Batterievariante erhältlich ist. Der französische Hersteller Delabie bietet mit Hybrimatic Fino ein Urinal für den öffentlichen Raum aus Edelstahl an, in dem ein unsichtbares Hybrid-Erfassungssystem integriert ist: Die Spülung wird automatisch ausgelöst, sobald der vorbeiströmende Urin registriert wird.

Automatische WC-Spülung Tectron Surf von GROHE sowie das sensorgesteuerte Spülsystem ProActive+ von Villeroy & Boch. (Fotos: GROHE, Villeroy & Boch)
Sind mit automatischen Spülsteuerungen ausgestattet: Die Urinale Narva von Geberit sowie Fino von Delabie. (Fotos: Geberit, Delabie)

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