Ständiger Wandel in Berlin

Katinka Corts
6. September 2021
Unter den Linden, Aufnahme um 1900 (Photochromdruck: Unknown author, Public domain, via Wikimedia Commons)

Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz will den Straßenzug Unter den Linden zwischen Pariser Platz und Schloßbrücke neu gestalten und ruft zur öffentlichen Beteiligung auf. Bis zum 4. Oktober werden die Interessen und Bedürfnisse der Bürger*innen auf mein.berlin.de abgefragt.

Berlin mitgestalten – die Beteiligungsplattform mein.berlin.de bringt der Bevölkerung seit 2015 das Planen und Bauen in der Hauptstadt näher und beteiligt die Menschen aktiv am Planungsgeschehen in ihrer Stadt. Aktuell gibt es laut der Website 89 Projekte aus der Rubrik Bauen und Wohnen, zu denen Interessierte – bereits jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt – einen Beitrag leisten können. Hinter der Plattform steht die Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters, die die Beteiligungsplattform als zusätzlichen Kommunikationskanal schätzt, der unabhängig von Ort und Zeit genutzt werden kann. Die aufgeschalteten und vorgestellten Projekte stammen aus verschiedenen Quellen: Viele kommen direkt aus der Senatsverwaltung oder den Bezirksämtern, aber auch die Quartiersmanagements beteiligen sich. Zudem können Bürger*innen, die einen Account auf der Plattform erstellt haben, Projekte kommentieren oder auch eigene neue Ideen einreichen.

Mit dem Projekt Unter den Linden ist eine der berühmtesten Straßen Berlins mitten im historischen Zentrum der Stadt aktuell im Fokus. Die Stadt sucht die eigene Transformation entsprechend der Mobilitätswende, weg vom Auto und hin zum Rad und zum öffentlichen Nahverkehr – und das alles möglichst ökologisch. Ein Hauptstadtboulevard als Teil des Denkmalensembles Dorotheenstadt in der Mitte Berlins sei das Ziel für Unter den Linden, zugleich soll die Bodenversiegelung reduziert und damit eine ökologische Grünfläche geschaffen werden. Die Grundsanierung erfolgt bereits ab Herbst, doch nicht baulich. Allein mit Markierungen und Neuaufteilungen erhalten Linienbusse und Fahrräder eigene Spuren. Die Bürgerbeteiligung soll dann Einfluss auf die endgültige anteilmäßige Aufteilung von Wegen und Grün nehmen. Mehrere Varianten zeigen auf der Website die vorhandenen Ideen, abgestimmt werden kann bis zum 4. Oktober.

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