Projekt Bauakademie nimmt Form an

Manuel Pestalozzi
26. September 2022
Momentan stehen auf dem Gelände Musterbauten der Bauakademie. (Foto: © Andreas Gehrke/ Bundesstiftung Bauakademie 2022)

Schon fast hat man sie vergessen, die Streitereien rund um die Leitung der sich neu bildenden Bundesstiftung Bauakademie (BSBA), die auf dem Grundstück der einstigen Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel eine Plattform für das gute, zeitgemäße Bauen sein soll. Während um das Projekt Ruhe einkehrte, befassten sich der Gründungsdirektor Prof. Dr. Guido Spars und sein Team mit dem Aufbau der Wissenschaftsinstitution Bauakademie. Diese wird sich mit Fragen rund um das nachhaltige Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden und Siedlungsprojekten befassen. Erklärtes Ziel ist es, den übergreifenden Austausch zwischen allen Disziplinen des Bauens zu fördern und die Öffentlichkeit intensiv in diesen Austausch einzubeziehen.

Eine Art Generalprobe für diese Tätigkeit stellt der Realisierungswettbewerb für das Gebäude dar, das auf dem Gelände zwischen Humboldtforum und Außenministerium an der Stelle von Schinkels Bauakademie entstehen soll. Der Kaufvertrag zwischen dem Land Berlin und der Bundesstiftung Bauakademie wurde im November 2021 geschlossen. Anfang September 2022 erfolgte die Eigentums-Übergabe. Ein „Werkstattformat“ informiert die interessierte Öffentlichkeit noch bis zum 3. Oktober über den bevorstehenden Wettbewerb und involviert sie in dessen Vorbereitung. Zivilgesellschaftliche Initiativen wurden eingeladen und alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen. Dann tritt das interdisziplinäres Gremium „Thinktank Wettbewerb“ in Aktion. Es berät die BSBA bei der Vorbereitung des Realisierungswettbewerbs und setzt sich zusammen aus ausgewählte Expert*innen für Sach- und Fachgebiete.

Auf dem Gelände befinden sich aktuell zwei Musterbauten: die Musterecke des Bauakademie-Gebäudes von 1999 und der Rote Saal von 2005. Bis zur Wintersaison ist das Gelände begehbar. Am Einheitswochenende, vom 1. bis 2. Oktober 2022, kann der Rote Saal kostenfrei besichtigt werden.

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